Der Preis richtet sich nach dem jeweiligen Auftrag und nicht nach einem Festpreis

Der Preis für einen 3D-Gebäudescan richtet sich nicht nach einem festen Preis pro Quadratmeter. Er hängt von der Fläche, der Anzahl der Stockwerke, der Komplexität der Fassaden und dem gewünschten Ergebnis ab – von der Rohvermessung bis hin zur detailliertesten Modellierung. Zwischen zwei vergleichbaren Gebäuden kann eine Preisdifferenz von mehreren Tausend Franken bestehen.

Faktoren, die den Preis für einen 3D-Gebäudescan beeinflussen

Die Grundfläche und die Anzahl der Stockwerke bilden die Berechnungsgrundlage, doch mehrere Variablen haben einen größeren Einfluss auf den endgültigen Kostenvoranschlag. Eine geschwungene Fassade, unregelmäßige Dachgeschossflächen oder ein mit Versorgungsleitungen überfüllter Technikuntergeschoss erfordern mehr Scanpositionen und eine längere Verarbeitungszeit als ein einfaches rechteckiges Volumen. Vor Ort dauert die Vermessung oft etwa eine Stunde pro 100 m² Innenfläche oder Fassadenfläche, doch dieses Tempo variiert stark je nach verwendeter Ausrüstung und der Komplexität der Räumlichkeiten.

Das Rohergebnis einer Laservermessung ist eine Punktwolke – eine Ansammlung von Millionen von Koordinaten, die vom Scanner gemessen wurden – und die als Grundlage für alle nachfolgenden Ergebnisse dient. Je mehr Hindernisse im Sichtfeld des Gebäudes vorhanden sind – wie Möbel, Trennwände oder technische Anlagen –, desto mehr Scanpunkte sind erforderlich, um die verdeckten Bereiche abzudecken.

Die Zugänglichkeit des Standorts beeinflusst ebenfalls die Höhe des Kostenvoranschlags. Eine belegte Baustelle, ein eingeschränkter Zugang oder begrenzte Besuchszeiten verlängern die Dauer der Vermessung vor Ort.

Schließlich spielt auch die Art des Endprodukts eine entscheidende Rolle. Ein einfacher Scan, der zur Überprüfung von Volumen oder zur Kontrolle einer Lagebestimmung dient, lässt sich innerhalb weniger Stunden auswerten.

Ein BIM-Modell (digitales Gebäudemodell), das mit einem präzisen LOD (Detaillierungsgrad) modelliert und mit den Gewerken HLKS (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrik) koordiniert ist, erfordert eine deutlich längere Nachbearbeitung. Ein Kostenvoranschlag auf Basis einer rohen Punktwolke ohne Klassifizierung der Elemente kostet zwangsläufig weniger als ein Auftrag, bei dem ein für diese Koordination bereitgestelltes Modell geliefert wird.

Sind diese Variablen einmal festgelegt, bieten die folgenden Größenordnungen einen konkreten Anhaltspunkt.

In der Westschweiz übliche Größenordnungen

Die nachstehenden Spannen entsprechen den Schätzungen, die unser Büro für vergleichbare Aufträge auf der Grundlage von in der Westschweiz erstellten Kostenvoranschlägen erstellt. Sie umfassen die Bestandsaufnahme vor Ort und eine erste Aufbereitung der Punktwolke, jedoch kein vollständiges BIM-Modell, sofern nicht anders angegeben.

Gebäudetyp Richtwert für die Fläche Preisspanne Zugehöriges Lieferergebnis
Villa, Vermessung ausschließlich der Außenfassaden 150 bis 250 m² Grundfläche Ab CHF 1'000 Punktwolke
Villa oder Einfamilienhaus, Innen- und Außenbereich 100 bis 250 m² CHF 1'500 bis 2'000 Punktwolke und DWG-Pläne
Kleines Mehrfamilienhaus oder Wohnung 300 bis 800 m² 2'000 bis 3'500 CHF Punktwolke, Bestandspläne
Gewerbe- oder gemischt genutztes Gebäude 1'000 bis 3'000 m² CHF 4'000 bis 9'000 BIM-Modell LOD 200 bis 300
Industrieanlage oder technisches Gebäude Mehr als 3'000 m² Pauschalpreis nach Kostenvoranschlag, in der Regel ab CHF 10'000 BIM-Modell LOD 300 bis 350, Koordination der Gewerke (HLK, Elektro, Sanitär)

Diese Beträge dienen lediglich als Anhaltspunkt. Ein verbindlicher Kostenvoranschlag wird erst nach einer Besichtigung vor Ort oder der Analyse der vorhandenen Pläne bestätigt, da zwei Gebäude gleicher Fläche je nach ihrer Innengeometrie eine sehr unterschiedliche Anzahl an Scan-Stationen erfordern können.

Was der Preis tatsächlich beinhaltet

Der in Rechnung gestellte Betrag deckt eine ganze Reihe von Arbeitsschritten ab, nicht nur die vor Ort aufgewendete Zeit. Die Laservermessung stellt oft nur einen Teil der Arbeit dar. Der wesentliche Teil erfolgt anschließend im Büro bei der Ausrichtung und Bereinigung der Punktwolke.

Danach folgt die Umwandlung in das Endprodukt. Bei einem üblichen Sanierungsprojekt entspricht dies in der Regel einem BIM-Modell der LOD 300 mit einer Toleranz in der Größenordnung von einigen Millimetern, je nach Ausrüstung und Auftrag, das im Revit-Format geliefert wird, zusammen mit Bestandsplänen im DWG-Format zur Abstimmung mit dem Ingenieurbüro für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro (HLSE).

Ein „Scan-to-BIM“-Auftrag umfasst in der Regel die folgenden Ergebnisse.

  • die Rohpunktwolke in den Formaten E57, RCP oder LGSX
  • das BIM-Modell in der vereinbarten LOD-Stufe, in Revit oder Archicad
  • die Bestandspläne im DWG-Format (Fassaden, Schnitte, Grundrisse)
  • einen Genauigkeitsbericht mit Angabe der erzielten Toleranz

a blue drawing of a city with skyscrapers

Warum zwei Kostenvoranschläge für dasselbe Gebäude voneinander abweichen können

Der Unterschied liegt selten allein im Stundensatz. Ein statischer Scanner, der an jeder Messstation aufgestellt wird, liefert eine höhere Genauigkeit als ein handgeführter mobiler Scanner, erfordert jedoch mehr Einrichtungsschritte und somit mehr Zeit vor Ort.

Die Nachbearbeitung spielt eine ebenso wichtige Rolle, und die Sorgfalt, mit der sie durchgeführt wird, variiert stark von Büro zu Büro. Bei einem Gebäude mit dichter HLK-Ausstattung in städtischem Gebiet, bei dem die Einreichungsfrist auf wenige Wochen festgelegt ist, rächt sich eine schlampige Bearbeitung der Punktwolke später bei der Koordination der technischen Gewerke in Form von Nacharbeiten und unentdeckten Konflikten.

So erhalten Sie einen zuverlässigen Kostenvoranschlag

Ein Bauherr, der eine Angebotsanfrage vorbereitet, spart Zeit, wenn er vor dem ersten Kontakt einige Informationen zusammenstellt. Die ungefähre Fläche des Gebäudes, die Anzahl der Stockwerke und der vorgesehene Verwendungszweck des Endprodukts (Konformitätsprüfung, Vorentwurf, Unterlagen für die öffentliche Ausschreibung) reichen für eine erste Kostenschätzung aus.

Vorhandene Pläne, selbst wenn sie alt oder unvollständig sind, helfen ebenfalls dabei, die Komplexität der Bestandsaufnahme einzuschätzen. Ihr Fehlen verhindert den Scan zwar nicht, verlängert jedoch in der Regel die Bearbeitungszeit, da es an Anhaltspunkten mangelt, um die vor Ort genommenen Maße abzugleichen.

Ohne Ortsbesichtigung und ohne detaillierte Pläne bleibt ein Kostenvoranschlag eine grobe Schätzung, die verfeinert werden muss, sobald das Projekt besser bekannt ist.

Was Sie vor der Erstellung eines Kostenvoranschlags beachten sollten

Der Preis einer 3D-Vermessung hängt von der Fläche, der Komplexität des Gebäudes, der Erfassungsmethode und dem gewünschten Endergebnis ab – sei es eine rohe Punktwolke oder ein BIM-Modell mit einem bestimmten LOD. Für ein und dasselbe Gebäude können je nach dem, was tatsächlich geliefert wird, sehr unterschiedliche Kostenvoranschläge entstehen.

Die genaue Angabe dieser Lieferumfänge bereits bei der Angebotsanfrage – sei es an AB 3D Scanning oder einen anderen Dienstleister – ist nach wie vor der direkteste Weg, um eine auf das tatsächliche Projekt abgestimmte Kostenkalkulation zu erhalten.